Moodboard: In 5 einfachen Schritten zu Deinem perfekten Hochzeits-Moodboard
Endlich ist es soweit: Die große Frage ist gestellt und Du trägst einen wunderschönen Verlobungsring am Ringfinger. Und aus jeder Frau wird doch in dem Moment, wo sie eine Braut wird, eine kleine Prinzessin oder? Denn ganz gleich ob Du von einer rustikalen Scheunenhochzeit, einem Boho Festival, einer Schlosshochzeit oder einer Vintage Wedding träumst, die Planung der eigenen Hochzeit ist und bleibt unglaublich aufregend, immer sehr zeitintensiv und an der einen oder anderen Stelle meistens auch unglaublich nervenaufreibend.
Und dann beginnt sie: Deine Hochzeitsvorbereitung. Früher oder später wirst Du auf Instagram, Pinterest, Google oder Facebook jede Idee, jede Inspiration aufsagen um irgendwann an diesen einen Punkt zu kommen, den jede Braut kennt: totally lost und sich einfach nur unglaublich überfordert fühlen. Aus der schier unglaublichen Menge an Farben, Dekorations-Elementen, Stilrichtungen und Möglichkeiten soll ich auf einmal nur eine einzige auswählen? Unmöglich.
Das ist die Stelle, wo ein gutes Moodboard zum Einsatz kommt und Dir hilft, Deinen eigenen Stil zu finden und diesen wie den berühmten roten Faden durch die gesamte Hochzeit zu spinnen. Denn wer sagt denn, dass Deine visualisierte Version Eurer perfekten Hochzeit am Ende nicht Dein ganz eigener Stil sein wird?
Und deshalb habe ich exklusiv für Dich eine Schritt-für-Schritt Anleitung zu Deinem Hochzeitsmoodboard geschrieben, die Dich dabei unterstützen soll, Deinen Tag zu planen. Und wer hat behauptet, das senfgelbe Boho Hochzeiten mit emeraldgrünen Vintage Elementen nicht einfach grandios aussehen können?
Schritt 1: Definiere Deinen Hochzeitsstil!
Schritt 2: Sammle und organisier Deine Hochzeitsinspiration
Schritt 3: Fasse Deine Keywords zu einem Moodboard zusammen
Schritt 4: Stelle Dein persönliches Moodboard zusammen
Schritt 5: Definiere die 4-5 vorherrschenden Farben
Schritt 1: Definiere Deinen Hochzeitsstil!

Dieser erste Schritt ist vermutlich auch gleich einer der schwierigsten. Denn im Internet wirst Du neben den momentan angesagten Boho und Shabby Chic Hochzeiten auch auf Fine Art Weddings, Festival Brides, Elopement oder Destination Weddings, Celestial Hochzeiten oder Urban Greenery Weddings stoßen. Und ganz ehrlich: jeder Stil hat seine ganz eigene Magie und versprüht seinen ureigensten Charme.
Deshalb mein absoluter Tipp für Dich: BEVOR Du Dich im Netz von den unglaublichsten Bildern und Möglichkeiten ablenken lässt, sammle doch erst einmal die wichtigsten Worte und Elemente, die für Euch stehen. Denke an Worte, die die Stimmung und Atmosphäre des Tages widerspiegeln sollen und das, wofür Eure Hochzeit steht. Diese Worte können
- romantisch
- edel
- farbenfroh
- rustikal
- lustig
- anders
- pastellig
- oder mutig sein.
Versuche nun, Dich auf max. 3-5 Wörter zu einzugrenzen, die den Kern Eurer Liebe und die Art Eurer Hochzeitsfeier am besten wiederspiegeln und sich einfach richtig anfühlen.
Extra Tipp:
Mit der richtigen Location steht und fällt die gesamte Hochzeit. Bevor ihr Euch also final entscheidet, solltet ihr Euch darüber bewusst sein, was Euch wirklich wichtig ist. Möchtet ihr eine freie Trauung im Garten oder ist Euch auch eine überdachte Variante recht? Wollt ihr edel oder rustikal feiern? Was ist mit den Außenanlagen? In welchem Stil sind diese gehalten. Denn je besser die Location zu Eurer ganz persönlichen Vision einer perfekten Hochzeit passt, desto stimmiger wird später das Gesamtkonzept.
Schritt 2: Sammle und organisier Deine Hochzeitsinspiration

Jetzt, da Du Deine wichtigsten Wörter definiert hast, geht der Spaß erst richtig los! Denn nun heißt es, Ideen sammeln, Inspirationen suchen und Konzepte durchstöbern. Hierfür ist Pinterest der perfekte Ausgangspunkt. Denn im Gegensatz zu Instagram oder Facebook ist Pinterest eine visuelle Suchmaschine. Das bedeutet, sobald Du ein Bild oder Stil gefunden hast, die Dir gefallen, ist es ganz leicht, sich ähnliche Bilder anzeigen zu lassen.
Denk an Deine 3-5 Kernwörter, die all das aussagen, was Du mit Eurer Hochzeit erreichen möchtest. Sie stehen für die Stimmung, die Atmosphäre, das Gefühl puren Glücks. Schau mal, was Pinterest dazu anzeigt.
Farben, Materialien, Texturen und Details werden nun step by step zum Leben erweckt und Du bekommst ein immer besseres Gefühl für Dein Hochzeitskonzept. Goldene Farbtöne eignen sich beispielsweise sehr gut für die Keywords luxuriös, elegant oder opulent. Pastelltöne treffen wohl eher die romantischen, raffinierten oder sommerlichen Konzepte.
Extra Tipp:
Alternativ kannst Du auch Wörter wie entspannt, organisch oder Küste mit in Dein Konzept einbinden um natürliche Texturen, strahlende Weißtöne oder erdige Farbtöne in Dein Moodboard mit aufzunehmen.
Um Dir den Start auf Pinterest zu erleichtern, empfiehlt es sich, zu jedem der in Schritt 1 definierten Worte ein eigenes Board anzulegen. Suche freier, denke außerhalb von Hochzeitskonzepten und vorgegeben Schubladen. Welche Blumen, Möbel, Texturen und Materialen gefallen Dir. Am besten pinnst Du die erst einmal völlig intuitiv ohne viel nachzudenken. So erhältst Du in kurzer Zeit ein Gefühl dafür, was Dir wirklich gefällt und Dich anspricht.
Et voila, Dein erstes „Probe“ Moodboard ist entstanden!
Als Beispiel findest Du hier mein Pinterest Board zu einem der Hochzeitstrends 2021: Boho Hochzeiten!
Schritt 3: Fasse Deine Keywords zu einem Moodboard zusammen

Nachdem Du wahrscheinlich Stunden damit verbracht hast, in die unendlichen Weiten von Pinterest einzutauchen, ist es an der Zeit, aufzuhören. Ganz ehrlich. Mach das Handy aus, triff Dich mit Deiner besten Freundin, geh im Wald spazieren. Egal was Du tust, Hauptsache es hat nichts mit Hochzeit zu tun.
Und das hälst Du am besten auch ein paar Tage durch, um Deinem inneren Auge ein wenig Ruhe zu gönnen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Denn der nächste Schritt kommt dem Hochzeitskonzept schon wesentlich näher. Jetzt heißt es: geh in Deine Keyword Boards und räume auf. Und zwar so richtig. Jedes Bild, jede Idee, die Dich nicht sofort anspricht und Dein Herz berührt gehört gelöscht. Versuche, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren ohne Dich zu verzetteln.
Denn Deine absoluten Lieblingsbildern aus den Keyword Boards, die sammelst Du nun auf einem „Master“ Board und speicherst sie dort gemeinsam ab. WOW, was für ein aufregender Moment. Denn jetzt siehst Du das erste Mal, wie Deine Ideen zusammenwirken. Ergänzen sich die Farben, Materialien und Stile oder wirken sie im Zusammenspiel irgendwie komisch?
Wenn ja, dann zurück zu Schritt 1: suche neue Wörter, die Eure Hochzeit und Euer Lebensgefühl am besten beschreiben.
Wenn Du happy bist: dann verfeinere Dein Master Board immer weiter. Du kannst jetzt endlcih damit beginnen, es langsam mit Hochzeitsbildern und Inspirationen zu füllen wenn Du magst, bis Du Deinen roten Faden auch bildlich in diesem Board siehst und das Gefühl hast, das Du zufrieden bist.
Schritt 4: Stelle Dein persönliches Moodboard zusammen

Es ist endlich soweit, dass Du Dein Moodboard finalisierst! Hierbei gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, dies zu tun. Ein einfaches Power Point oder Word Dokument können genauso hilfreich sein wie da online Designtool Canva (welches ich persönlich liebe). Plattformen wie Canva haben den Vorteil, dass sie über vorgefertige Moodboard Vorlagen verfügen, die Du ganz nach Deinen Wünschen anpassen kannst.
Moodboards gibt es in allen Formen und Größen, und es gibt definitiv keine Regeln für Formatierung und Design. Beginne einfach damit, Deine Lieblingsinspirationsfotos einzufügen und mit dem Layout herumzuspielen, bis Du zufrieden bist! Das Moodboard muss auch nicht ausschließlich aus Hochzeitsfotos bestehen. Ganz im Gegenteil! Füge Muster, Schriftarten oder Lieblingsmöbel mit ein, um so ein Bild vom großen Ganzen zu bekommen.
Extra Tipp:
Wenn Du von Moodboards einfach nicht genug bekommen kannst, dann erstelle doch eins für jedes wichtige Element des Tages. Also bspw. freie Trauung, Sektempfang oder Dinner. Oder Du legst den Schwerpunkt auf Blumen, Beleuchtung, Deko.
Schritt 5: Definiere die 4-5 vorherrschenden Farben

Etwas, das ich gerne in meine Moodboards aufnehmen, ist eine Farbpalette mit den markantesten vier bis fünf Farben, die im gesamten Design erscheinen. Dies hilft wirklich unglaublich gut dabei, das Moodboard zu einem einheitlichen Thema zusammenzufügen und es harmonisch wirken zu lassen. Falls Du Lust hast, kannst Du natürlich auch Deine Keywords mit aufnehmen oder Sätze, die das Design beschreiben. Das kann unglaublich praktisch sein, wenn Du später mit den Hochzeitsdienstleistern sprichst um ihnen Deine Vision Eures Hochzeitstages erklären zu können.
Extra Tipp:
Sobald Dein Moodboard fertig ist, speichere es am besten als PDF Datei auf Deinem Handy ab und drucke es wenn möglich aus. Dies ist Dein Leitfaden, Deine Bibel, mit der Du die gesamte Hochzeit planen kannst um am Ende eben den Unterschied zwischen einer schönen Feier und einem unvergesslichen Hochzeitsfest zu machen, bei dem einfach alles gestimmt hat!
Ich wünsche Dir ganz viel Freude bei Deinen Hochzeitsvorbereitungen! Lass Dich inspirieren und schick mir gerne Dein Moodboard! Ich freu mich drauf!
