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Rituale in der freien Trauung | Das moderne Handfasting

Jeder, der mich und meine Arbeit als Traurednerin ein wenig kennt weiß, dass das Hand Fasting oder der Hochzeitsknoten zu einem meiner absoluten Lieblingsritualen in der freien Hochzeit gehört. Denn für mich repräsentiert dieser uralte keltische Brauch wie kaum ein anderer Kraft, Liebe und zeitgleich eine so starke Verbindung zwischen dem Brautpaar, wie kaum eine andere symbolische Handlung. Denn hier wird Eure innere Verbundenheit durch ein äußeres Band der Liebe für alles sichtbar und der Hochzeitsknoten, der hält, was er verspricht.

Brautpaar in der freien Trauung

Die keltischen Wurzeln des Hand Fastings

Das Handfasting ist ein uralter Hochzeitsbrauch, der wohl bei den Germanen und Kelten seinen Ursprung hat. In alten Zeiten ging es hier natürlich ein wenig brachialer zu. Es wurde beispielsweise noch auf ein Schwert geschworen, über den berühmten Besen gesprungen oder auch die Elemente angerufen. Zusätzlich pflegten die Wikinger noch jede Menge weiterer Sitten und Bräuche, die uns heute ein wenig seltsam anmuten können. Getreide war beispielsweise ein fester Bestandteil des Abendmahls mit allen Hochzeitsgästen und war zeitgleich eine sehr beliebte Hochzeitsgabe. Warum? Nun, Getreide diente als Symbol der Fruchtbarkeit und stand zeitgleich dafür, dass das Brautpaar im Laufe seiner Ehe niemals Hunger leiden sollte.

Die deutsche Variante ist übrigens die Eheleite. Hast Du schon jemals von diesem Brauch gehört? Hier haben die Trauzeugen Braut und Bräutigam im wahrsten Sinne des Wortes in die „Ehe geleitet“ und sie einander übergeben. Ein wunderschöner Brauch, denn man heute mühelos in die Moderne übersetzen kann.

Die moderne Variante des Hand Fastings in der freien Trauung

In dieser entspannten Gartenhochzeit im Sommer 2019 wurde das Handfasting ganz neu interpretiert. Das Brautpaar hat seinen Hochzeitsknoten aus vielen einzelnen bunten Bändern gebunden. Und das sah im Detail so aus: als allererstes hat das Paar seine eigenen Eheringe mit einem eigenen Band miteinander verbunden und in Händen gehalten. Diese symbolische Handlung wurde mit einem Wunsch des Paares für die eigene Zukunft verbunden.

Danach sind die engsten Familienangehörigen und Freunde nach vorne gekommen und haben jeweils ein buntes Band über die Hände des Paares gelegt. Jedes dieser Bänder wurde mit einem ganz bestimmten Wunsch überreicht und das Brautpaar so symbolisch untrennbar miteinander verbunden. Erst von außen durch die Bänder, und dann von innen. Denn der Hochzeitsknoten wurde hier in Form eines sogenannten Infinity Knotens geknüpft. Das Geheimnis liegt hier in der Art und Weise, wie die Traurednerin die Bänder um die Hände geschlungen hat. Sobald sich die Hände des Paares lösen, entsteht automatisch der Hochzeitsknoten in Form des berühmten Unendlichkeits-Zeichens. Der Bund der Liebe wurde untrennbar miteinander eingegangen.

Extra Tipp:
Magst Du die Symbolkraft von Hochzeitsbändern auch so gerne wie ich? Dann habe ich zwei absolute Schmankerls für Dich:
– tolle Ideen und Tipps rund um Seidenbänder für die Fine Art Wedding gibt es hier
– Bei den „5 authentische Traurituale mit Bändern“ verrate ich Dir alles, was Du wissen musst.

An dieser Stelle darf ich mich als riesen Fan von Game of Thrones outen. Und das lag nicht nur an dem Handfasting, welches Robb Stark und seine Talisa bei der roten Hochzeit gemeinsam gesprochen haben. Und das hat sich folgendermaßen angehört:

Vater, Schmied, Krieger, Mutter, Jungfrau, Krone, Fremder. Ich gehöre ihr / ihm. Sie / er gehört mir, von diesem Tag an bis zum Ende meiner Tage.

Diese Worte sprechen Robb stark und Talisa während ihres Handfastings

Schön oder? Welches Ritual wünschst Du Dir für Deine freie Trauung? Schreib mir gerne in die Kommentare

Extra Tipp:
Noch mehr Ideen und tolle Tipps für authentische Hochzeitsrituale findest Du in der Blogreihe „Die 8 beliebtesten Ritual-Familien für Deine freie Trauung„.

Deine

FreiAnker | Traublog by Anja

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Handfasting mit bunten Bändern auf der freien Trauung
Rituale, Hochzeitsbräuche, Traurituale, Hochzeitsrituale, symbolische Handlungen. Namen haben Rituale viele, doch eins ist allen gemeinsam: sie sollen die Liebe und Geschichte des Brautpaares symbolisch darstellen. Wie eine moderne Interpretation eines Handfastings aussehen kann, erklären wir hier.

Credits:
Fotograf: Frank Herzmann Traurednerin: Anja von Goldröschen Location: Der Garten in Wissen Traubogen. Mietmobiliar: Nimmplatz Torte: Netti‘s Tortenschätze Brautkleid: Brautmoden Hartmann Betzdorf Bräutigam: Herrenausstatter Iserlohe Altenkirchen Ringe: wurden im Libanon angefertigt Sängerin: Mona Babberger Floristik: ebenfalls Der Garten Wissen Styling: Lydia Gerzen Brautschuhe: Magosisters (sitzen in Griechenland) Schmuck: Refined Bohemia Papeterie: Philipp Drexler Gastgeschenke: Sukkulente, die die Braut selber gemacht hat Motto: Boho Liebe im Freien  

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